Injektionsmörtel zur Befestigung von Geländern aus Edelstahl

Injektionsmörtel zur
Geländerbefestigung



Wenn Ankerstangen, Gewindebolzen oder Innengewinde-
anker mit einem Injektionsmörtel eingeklebt werden, entstehen keine Spreizkräfte, wie sie bei einem normalen Dübel auftreten.

Ein unschlagbarer Vorteil bei der Geländermontage!

Aber nicht nur Spreizkräfte - auch Randabstände sind ein nicht zu unterschätzendes Problem bei der Geländerbefestigung.

Mit dem Highbond Injektionsmörtel FIS HB 345 S und der Ankerstange FHB II-A können diese auf Grund der Konengeometrie der Ankerstange reduziert werden.

Durch die optimierte Ankerstange FHB II-A sind kleinere Ankerplatten und weniger Befestigungspunkte möglich.

Welcher Injektionsmörtel bei welchem Bauuntergrund zur Anwendung kommen sollte, zeigen wir Ihnen in der nachfolgenden Tabelle 1.



 Tabelle 1 - Übersicht Injektionsmörtel

Bauuntergrund Montagemörtel 300 T
Injektionsmörtel 300T

 
Hochleistungsmörtel FIS V 360 S
Hochleistungs-mörtel
FIS V 360 S
 
Superbond Mörtel FIS SB 390 S
Superbond Mörtel FIS SB 390 S

 
Highbond Injektionsmörtel FIS HB 345 S
Highbond Injektionsmörtel FIS HB 345 S
 
Zulassung JA JA JA JA
Vollziegel        
Hochlochziegel        
Kalksand-Vollstein        
Kalksand-Lochstein        
Hohlblöcke aus Leichtbeton        
Hohlblockstein aus Beton        
Porenbeton (2 bis 7 N/mm2)        
Beton - ungerissen        
Beton - gerissen        
Naturstein (dichtes Gefüge)        
Preis 10,35 € *1 29,28 € *1 32,35 € *1 48,26 € *1

Einsatzbereiche        
Wandhandläufe        
Freistehende Handläufe        
Geländerbügel        
Treppengeländer        
Balkongeländer        

  geeignet   bedingt geeignet   NICHT geeignet

*1 Preis pro Stück inkl. 2 Statikmischer, des günstigsten Staffelpreises, inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten
 

Befestigung im Mauerwerk

Bei der Befestigung von Geländern (als sicherheitsrelevantes Bauteil) in unbekanntes oder altes Mauerwerk empfehlen wir vor Ort einen entsprechenden Belastungsversuch vorzunehmen.

Bei Befestigungen in Randbereichen ist zu prüfen, ob eine Auflast auf dem Mauerwerk liegt.
(z.B. Decken, Wände, Dachstuhl). Eine Auflast verhindert ein Herauskippen oder Herausziehen der Steine aus dem Mauerwerksverbund.

In Loch- oder Hohlkammersteinen sollte nur mit scharfen Hartmetallbohrern ohne Schlag gebohrt werden.

Verankerungen in Mauerwerksfugen sollten, auf Grund der Inhomogenität der Fugen, möglichst vermieden werden. Kann dies nicht ausgeschlossen werden, muss die Last entsprechend reduziert werden.

Spreizdübel, die punktförmig eine hohe Last in den Untergrund einleiten, sind für Verankerungen in Mauerwerk meist ungeeignet.

Injektionsverankerungen in Mauerwerk übertragen die maximal möglichen Lasten.

Stehende Nässe oder Feuchtigkeit vermindert meistens die Tragfähigkeit chemischer Befestigungen und Kunststoffdübel.


Befestigung in Beton

Beton (ohne Beschleunigungszusätze) erreicht nach 28 Tagen seine Nennfestigkeit. Erst dann darf zulassungskonform gedübelt werden.

Bei Verankerungen in Beton ist davon auszugehen, dass Risse im Verankerungsbereich vorhanden sind oder entstehen können, welche die Tragfähigkeit der Dübel beeinflussen. Risse können durch den Schwindungsvorgang beim Aushärten, der Eigenlast, der Verkehrslast oder der Windlast entstehen.

Es ist jedoch unmöglich, den Nachweis zu erbringen, ob ein Beton gerissen oder ungerissen ist.

Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, nur risstaugliche Dübel mit der Zulassung ETAG 001 einzusetzen. Diese Dübel dürfen ohne Einschränkung in der Zug- und Druckzone des Beton eingesetzt werden.

Die Tragkraft eines Schwerlastdübels hängt u.a. von der Druck- und Zugfestigkeit des Betons ab. Prüfen Sie vor der Montage, ob der vorgesehene Dübel für die vorhandene Betonfestigkeit geeignet ist. Die meisten Dübel dürfen ab einer Betonqualität C20/25 bis C50/60 eingesetzt werden.

Bei dem Einbringen der Bohrlöcher ist darauf zu achten, dass Bewehrungseisen nicht beschädigt bzw. durchbohrt werden. Mögliche Auswirkungen durchbohrter Bewehrungseisen sollten beim zuständigen Statiker erfragt werden.

Sind Befestigungsbohrungen in Spannbeton einzubringen, ist darauf zu achten, dass die Bohrungen in einem gewissen Abstand zu den Spannlitzen eingebracht werden. Die Lage der Spannlitzen ist vor dem Bohren zu ermitteln.


Die richtige Materialauswahl der Befestigungsmittel

Bei der Befestigung von Edelstahlbauteilen, sind grundsätzlich Schrauben und Dübel aus Edelstahl zu verwenden. Die Auswahl des entsprechenden Werkstoffes erfolgt unter Berücksichtigung des jeweiligen Einsatzortes.

In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, im Außenbereich und in Industrieatmosphäre sind Befestigungsmaterialien der Korrosionswiderstandsklasse III einzusetzen.

Im Küsten- und Schwimmbadbereich sind Befestigungsmaterialien der Korrosionswiderstandklasse IV erforderlich.

Kommt ein Dübel aus einem unedleren Metall mit einem edleren Metall in einem leitendem Medium zusammen, wird immer das unedlere Metall korrodoieren.

Je größer die Oberfläche des edeleren Metall gegenüber dem unedleren ist, um so stärker wird die Korrosion ausfallen. Verschraubt man z.B. ein Edelstahlblech mit verzinkten Schrauben, werden die Schrauben innerhalb kürzester Zeit stark korrodieren. Umgekehrt ist das Verschrauben von einem verzinkten Blech mit Edelstahlschrauben unkritischer.



Technische Änderungen vorbehalten.